Gemeinsame Aktion von: Krebsliga Schweiz Kantonale Behörden für Luftreinhaltung Schweizerische Metall-Union Unterstützt durch das Bundesamt für Umwelt BAFU und die Industrie
Innerhalb von nur sieben Jahren und trotz äusserst geringer finanzieller Mittel ist es gelungen, für das Nischenprodukt Gerätebenzin eine breite Unterstützung zu schaffen: von den Kantonalen Luftreinhaltebehörden über die Industrie, Verbände, den Fachhandel bis hin zum Bund. Seit 2005 hat sich der Anteil des Gerätebenzins im Forst- und Gartenbereich verdoppelt. Bis 2014 soll er noch einmal um 30% steigen. Bis heute wurde dadurch der Benzolanteil in der Luft um rund 6,5 Tonnen gesenkt. Es besteht jedoch noch einmal ein zweimal so grosses Potenzial.
Im Zuge der aktuellen Umwelt- und Gesundheitsdiskussion werden immer wieder andere Lösungsansätze verlangt. Manche Experten sehen die Ansätze im Bereich neuer Technologien, andere im veränderten Verhalten der Bevölkerung – also von uns allen – und wieder andere im totalen Verzicht. Das Beispiel Gerätebenzin zeigt, dass ein grosses zusätzliches und meist ungenutztes Potenzial im intelligenten Vernetzen von unterschiedlichen Interessen liegt.
Die Erfolgsfaktoren des Projektes Gerätebenzin liegen im gegenseitigen Nutzen der Stärken. Die SMU motiviert den Fachhandel. Der Fachhandel berät die Kunden und macht sie auf das Produkt aufmerksam. Die Lufthygieneämter informieren die breite Öffentlichkeit im Kanton. Die Krebsliga liefert das Wissen aus dem Gesundheitsbereich und nutzt ihre Informationskanäle. Das Bundesamt für Umwelt bzw. die öffentliche Hand nimmt seine Vorbildfunktion wahr. Das gemeinsame Ziel: von 2011 bis 2014 den Anteil des Gerätebenzins noch einmal um rund 30% zu erhöhen. Das entspricht einer zusätzlichen Benzolreduktion von 4 Tonnen. SMU-Direktor Gregor Saladin: «Die Schweizerische Metall-Union betreibt ein systematisches Management von Innovationen. Dazu zählt auch, dass wir auf Anregungen unserer Mitglieder eingehen. Auf das Projekt Gerätebenzin wurden wir durch ein Mitglied aus der Ostschweiz aufmerksam. Wir freuen uns, dass es uns in den vergangenen Jahren gelungen ist, den wirtschaftlichen, gesundheitlichen und ökologischen Nutzen zu kombinieren. Alleine würden wir dies mit den beschränkt vorhandenen Mitteln nie schaffen. Deshalb sind wir dankbar, dass auch andere starke Partner mit im Boot sind.»

...dass bei Ausschreibungen von öffentlichen Aufträgen die Verwendung von Gerätebenzin empfohlen wird?